QBE: Wie buchstabiert man im Jahr 2022?

15. Juni 2022

Viele kennen das, man soll am Telefon den Nachnamen sagen und die Person am anderen Ende der Leitung fragt wie man den Namen schreibt. Abhilfe schafft da eine Buchstabiertafel, darin sind allen Buchstaben Wörter zugeordnet. So kann ich meinen Nachnamen Börner wie folgt buchstabieren: Berta Ödipus Richard Nordpol Emil Richard.

Das Deutsche Institut für Normung, vielen bekannt unter der Abkürzung DIN sagt nun, die ungleiche Namensverteilung zwischen Weiblich und Männlich entspricht nicht mehr der Lebensrealität. 16 Männernamen standen nur 6 Frauennamen gegenüber. Außerdem wolle man negativ besetzte Namen ganz rausnehmen, beispielsweise Xantippe. Das war nämlich die Ehefrau des Philosophen Sokrates, die ohne historische Belege, als Inbegriff eines zänkischen Weibes stehe.

Nun kam brachte das Institut für Normung eine neue Buchstabiertafel heraus, die DIN 5009 für „Ansagen und Diktieren von Schriftzeichen“. Man klingt das schon wieder Deutsch! Gemeint ist natürlich die neuen Buchstabiertafel, nun stehen Städte für die Buchstaben.

Unserer Meinung nach sind die aber nicht wirklich glücklich gewählt, daher gehen wir die DIN 5009, also die neue Buchstabiertafel einmal durch und verfassen gleich mal die Q-DIN 5009, die Quatschbrötchen-Buchstabiertafel. Vielleicht setzt sich die ja noch durch.

 

A = Aglasterhausen. Großartig zu merken. Und spaßig für den, der sich die Aussprachversuche eines nicht der deutschen Sprache mächtigen anhören darf

Ä = „Ähhm“ Wir haben lange über nen Ort nachgedacht. Erfolglos! Wir nehmen einfach „Ähm“ deutlicher gehts doch eigentlich garnicht.

B = Barsinghausen. Niedersachsen, kommt sonst eh immer zu kurz, das arme Dorf

C = Karl-Marx-Stadt. Warum wir das so ersetzen vom Ursprungsort müsste eigentlich selbsterklärend sein. Wenn nicht, dann bitte über Ortsnamen in der DDR recherchieren

D = Deppendorf – müssten viel mehr dort Wohnen eigentlich… Den Ort gibt es aber wirklich, der liegt bei Ulm auf der schwäbischen Alb.

E = Essen? Ich krich Hunger! Wir brauchen einen alternativen Ort, der was zu Essen beschreibt.  Linsengericht, Mist, hat ja ein L

F = Finsterwalde. Ein verschlafener Ort in Brandenburg, wir wollen hiermit den Tourismus ankurbeln. Wobei…. Wie uneinladend kann ein Urlaubsort klingen…

G = Gomorra, laut der Bibel eine Stadt die wegen der Sühne zusammen mit der Stadt Sodom unter einem Regen aus Schwefel und Feuer begraben wurden. Liegt das noch in Deutschland? Ach egal!

H = Hessental, liegt interessanterweise nicht in Hessen! Ob man es inzwischen merkt, dass wir Moderatoren aus Hessen kommen und da gegebenenfalls ein wenig mehr hessische Orte rein nehmen möchten als die DIN?

I = Irmtraut, ja okay, es sollten keine Namen in die Buchstabiertafel mehr rein sondern Städte. Aber, Irmtraut ist ein kleines Dorf im Westerwald.

J = Wie wäre es mit Gramzow? Aber das ist doch mit G, wir suchen für das J. Gramzow liegt aber in der Nähe von Berlin, da spricht man das G wie ein J aus. Ein Gustav würde dort auch Justav heißen. Klingt ja auch wie ein Name für einen Hund.

K = Kotzau. Da kotzt das Texterherz

L = Lollar. Jugendlichen bis zu einem Alter von 17 wird es auch erlaubt lediglich „LOL“ beim Buchstabieren zu verwenden.

M = Moitsfeld. Schreibt sich mit O I Ein Gefallen an die Klugscheißer da draußen, diese haben dann nämlich in 90% der Fälle die Freude den Buchstabierenden zu korrigieren in der Hinsicht, dass es sich hierbei lediglich um ein Dehnungs-„i“ handelt und die Aussprache demnach „Mootsfeld“ ist. Also eben wie bei Troisdorf oder Grevenbroich.

N = Niederbrechen. Warum nicht mal was lustiges? Da sind wir wieder bei Kotzwitzen. Aber Niederbrechen gibt es wirklich, das liegt direkt neben Oberbrechen bei Limburg.

O = Offenbach geht ja wirklich gar nicht, da muss definitiv was anderes her. Wie wäre es mit Orschel, Hochdeutsch: Oberursel. Es wird aber lediglich außerhalb Hessens in der hochdeutschen Aussprache akzeptiert. Nichteinhaltung wird unter Strafe gestellt! Orschel liegt in der nähe von Frankfurt am Main.

Ö = Oer-Erkenschwick, schreibt sich zwar nicht mit Ö, aber mit OE, klingt aber lustig

P = Poppenhausen, gibts wirklich und da sind immerhin gleich 3 P im Ortsnamen vorhanden.

Q = Quatschbrötchen, ist zwar keine Stadt, aber keine weitere Diskussion!

R = Rauischholzhausen, liegt in der nähe von Marburg uns hat ein bekanntes Schloss. Versucht das mal ganz schnell auszusprechen, entweder ein super Zungenbrecher oder es klingt als wäre man voll!

S = Sodom, siehe Gomorra. Das war die andere Stadt die wegen zu großer Sühne von Gott mit Schwefel und Feuer begraben wurde. Nachbarort von Gelsenkirchen

ß = Wir machen keine Werbung für Schokoladen-Brotbelag. Sollten die von der DIN-Buchstabier-Kommision auch nicht tun! Nunja. Es gibt in Deutschland schlicht keinen Ort der mit ß oder „SZ“ beginnt. Nehmen wir doch einfach Szegedin in in Ungarn und damit tun wir euch noch einen massiven Gefallen. Es gibt weitaus schwieriger zu buchstabierende und auszusprechende Orte mit „SZ“ in Ungarn!

T = Traben-Trarbach Da hab ihr er wieder! Zungenbrecher. Eine menge Bonus- „T“ gibts noch gratis dazu! Auf jeden Fall musste Tübingen da weg, das kommt schon so oft in die Medien, wenn sich der Bürgermeister von Tübingen wieder zu etwas äußert, was nicht mit Tübingen zu tun hat.

U = Unterkaka, liegt in Sachen-Anhalt, oder gibts noch was unrelevanteres, uninteressanteres oder unmöglicheres mit U? Ja okay, Unna halt.

Ü = Übach-Palenberg, Ürzig, Überlingen. So ein dummes Argument von denen, dass es zwar Städte mit Ü,Ö,Ä gibt, diese aber zu unbekannt sein. Schon mal drüber nachgedacht, dass sie durch eine Aufnahme in die Buchstabiertafel ggf. bekannt werden könnten? Es gibt sogar Übersee, liegt am Chiemsee, sehr schöne Gegend da.

V = Villingen-Schwenningen, weil dess so luschdig glingt im Schwobeländle. Immerhin kommt dort die viel zitierte schwäbische Hausfrau her.

W = Weilburg, das ist einfach Schöner da als Wuppertal. Unnützes Wissen: Weilburg hat Europas einzigsten Schiffstunnel, die hat sogar ne integrierte Doppelschleuse.

X = Buxtehude, hat zwar nicht das X am Anfang, aber das X ist hier sehr wichtig, denn Butehude klingt doch auch nach nix.

Y = Ypsilanti, Ist das ne Stadt? Ne, Hauptsache hier steht was anderes als vorher!

Z = Zuzenhausen, Ja, okay, Ort habe ich mir gerade ausgedacht. Habe ihn aber nochmal nachgeschlagen, ihn gibt es wirklich, liegt bei Heidelberg.


Moderation:

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Gregor Börner
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Matthias Kreuzberger
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Désirée Börner


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Musik im Vor- und Abspann (ab Folge 60):

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